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Anregungen und Tipps für die DGUV Vorschrift 3

Jede Feuerwehr besitzt viele verschiedene, ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel.
Etwas vereinfacht gesagt sind alle elektrischen Geräte mit Stecker, die nicht verbaut sind und ein Gewicht kleiner 23 kg besitzen, ein ortsveränderliches Betriebsmittel, das im Alarmfall bei jedem Wetter einsatzbereit sein muss.


Alle Betriebsmittel werden einer Einzelprüfung unterzogen, die folgende drei Schritte umfasst, welche in den DIN VDE-Bestimmungen festgehalten sind:

  • Besichtigen: Sichtprüfung auf Beschädigungen oder unsachgemäße Verwendung
  • Erproben: Funktionsprüfung
  • Messen: Durchführung der Vorgeschriebenen Messungen


In §2 (2) schreibt die DGUV Vorschrift 3 vor, nach welchen Regeln die Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel zu erfolgen hat: „Elektrotechnische Regeln im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift sind die allgemein anerkannten Regeln der Elektrotechnik, die in den VDE-Bestimmungen enthalten sind, auf die die Berufsgenossenschaft in ihrem Mitteilungsblatt verwiesen hat.“


Die Prüfung ortsveränderliche Betriebsmittel muss von Elektrofachkräften (EFK) durchgeführt werden.
Bei Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte können auch elektrotechnisch unterwiesene Personen (EUP) die Prüfungen unter Aufsicht einer EFK durchführen.


Die Geräteprüfung der FF Vohenstrauß:

Die elektrischen Prüflinge der FF Vohenstrauß werden mit einem FLUKE Tester 6500 getestet.
Die gemessenen Werte werden gleich in der dazugehörigen Software abgespeichert. Da wir jedem Prüfling eine eindeutige Nr. gegeben haben, wurde diese Nummer auch im FireManager als Gerätenummer hinterlegt.

Hier die Vorgehensweise beim Anlegen eines neuen elektrischen Gerätes im FireManager.

Als Beispiel nehmen wir eine Tauchpumpe TP4-1.

Unter Typenbezeichnung haben wir Tauchpumpe TP4/1 angegeben.
Die Tauchpumpe ist als Gerätenummer 4 im FireManager hinterlegt, welche zugleich die Prüflingsnummer in der Fluke-Software ist.
Nach Anlegen der Gruppe Elektrogeräte, wurde die Tauchpumpe zu dieser Gruppe hinzugefügt.
Unter Verlastet wurde VOH 21/1 eingegeben.
Nach dem Abspeichern des Gerätes, wurde das Gerätelabel mit dem Dymodrucker ausgedruckt und nach Reinigung der Klebefläche mit dem Spezialreiniger auf dem der FireManager Online-Shop auf den Prüfling geklebt.



Damit auch jedes Gerät in der To-Do Liste angezeigt wird, muss beim Anlegen eine Wartungsart hinterlegt werden, um ein Prüflabel zu erhalten.
Zum Beispiel: Die Wartungsart, die schon im FireManager hinterlegt wurde (Prüfung für Ortsveränderliche Elektrische Betriebsmittel) in der auch der Intervall (12 Monate) und die letzte Wartung (Datum) angegeben werden muss.

Auf dem Etikett findet man neben der Bezeichnung des Gerätes auch die Prüflingsnummer und die Geräte-ID, die mit dem Barcodescanner oder per Tastatur eingegeben werden kann. Die Prüflingsnummer kann beim Prüfen mit dem FLUKE Tester mit übernommen werden.

Nach dem Prüfvorgang erscheint der Prüfling dann unter erledigte Wartungen im FireManager,

Dort können unter den Funktionen die jeweiligen Prüflabel ausgedruckt werden.
(siehe Bild)



Auf dem Prüflabel findet man die Geräte-ID sowie die Angabe über die nächste Wartung.

Somit müssen keine Prüfplaketten angeschafft werden.

Als dann alle Prüflinge einzeln angelegt waren, wurde unter Definitionen eine Wartungsgruppe mit dem Namen Prüfung Elektrogeräte erstellt und alle Geräte dieser Gruppe hinzugefügt.

Somit erhält man durch Auswahl des Ordnersymbols in der Wartungsgruppe „Prüfung Elektrogeräte“ eine detailierte Übersicht aller Geräte dieser Gruppe, die auch als PDF ausgedruckt werden kann.

Die Geräteprüfung bei der FF Neustadt:

Die elektrischen Prüflinge der FF Neustadt werden mit einem ABB Metrawatt M5013 getestet.
Die gemessenen Werte können hier nicht direkt in einer Software abgespeichert werden.
Somit wurden alle Prüflinge im FireManager angelegt.

In Neustadt wurde es ähnlich wie in Vohenstrauß angelegt.
Als Gruppe wurde elektrische Betriebsmittel angelegt.
Da hier die Prüfung mit einem Prüfgerät (ABB Metrawatt) gemacht wird und die Daten nicht in eine dazugehörige Software eingepflegt werden können, wird für jedes angelegte Gerät im FireManager eine Checkliste erstellt (siehe Bild) .



Wie im Bild zu sehen, werden hier alle Meßwerte eingegeben, da es nur einmal Anzulegen ist brauchen bei der nächsten Prüfung nur noch die Meßwerte eingegeben zu werden.
Somit werden die einzelnen Jahre nebeneinander angezeigt und können auf einen Blick verglichen werden.

Da die Prüfung je nach Fehlerhäufigkeit prozentual eingeteilt wird, kann der Prüfabstand auch auf zwei Jahre angehoben werden.

Da hier die Geräte alle einzeln angelegt sind und auch einzeln in der To-Do Liste angezeigt werden brauchen die Geräte nicht in einer Wartungsgruppe zusammengefasst werden.
Die Geräte und Prüflabel werden gleich wie in Vohenstrauß verarbeitet.

  • Label für DGUV3:
  • Label für Geräte:


Beispieletiketten - andere Abmessungen können Sie in den Vereinseinstellungen auswählen.


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  • Zuletzt geändert: 2020/12/12 16:43
  • von dieter.hasenkopf