vorgehensweise_und_empfehlungen_zum_bereich_atemschutz

Startseite

Vorgehensweise und Empfehlungen zum Bereich Atemschutz

Hier wollen wir Ihnen eine kleine Hilfestellung geben, wie die unterschiedlichsten Vorgehensweisen in unserer Verwaltungsplattform „FireManager.de“ zu handhaben sind.
Diese Seite wird regelmäßig ergänzt bzw. aktualisiert.
Die angelegten Wartungen und Unterweisungen beziehen sich immer auf die aktuellen Ausgaben der FwDV7, des KUVB, der vfdb-Richtlinie und der Hersteller.


Unterweisungen

In diesem Punkt wollen wir die Unterweisungen erläutern.

Für den Einsatz einer Atemschutzmaske mit Filter ist nicht zwingend eine Untersuchung erforderlich, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt werden.

Mit dieser Handhabung werden die unterwiesenen Personen dokumentiert, die eine Einweisung nach FwDV7 erhalten haben. Diese sind dann berechtigt im Einsatz dies auszuüben, solange die Unterweisung einmal im Jahr wiederholt wird.
Der Einsatzbereich hierfür wäre beispielsweise: DLK-Maschinist, Sauber-/Schmutzigmann, Führungskräfte bei der Erkundung.
Der KUVB regelt, dass nicht zwingend eine Eignungsuntersuchung notwendig ist.
Dennoch liegt dies im Ermessen des Leiters des Atemschutzes bzw. des Kommandanten.
Wird dies gewünscht, reicht die Untersuchung nach dem Grundsatz der G26.1.


Die FwDV7 beschreibt, das jeder Feuerwehrdienstleistende einmal jährlich die Belastungsprüfung in einer anerkannten Übungsanlage absolvieren muss.
Jedoch gibt es durch den Freistaat Bayern eine Sonderregelung, welche besagt, dass die Belastungsprüfung im Kalenderjahr erfolgen muss und nicht an einen Datum festgesetzt ist. Dies bedeutet, der Geräteträger kann (theoretisch) am 01.01 des Jahres die Übungsanlage besuchen und müsste um tauglich zu bleiben am 31.12. des Folgejahres erst wieder einen Durchgang absolvieren.

Da diese Regelung im FireManager-System nicht berücksichtigt werden kann, wird in der Auswertung für die „fehlenden Unterweisungen“ der Ablauf der Unterweisung nach einen Jahr angezeigt.
Der Leiter des Atemschutzes der Feuerwehr kann dann die Termine, wie in der FwDV7 festgelegt, belegen. Das vernachlässigen der Auswertung hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit des Geräteträgers.


Seit Dezember 2013 ist die Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung neu definiert worden.
Diese wird nun von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (kurz: KUVB) geregelt und seitdem als „Eignungsuntersuchung für den schweren Atemschutz“ geführt.
Die Anforderungen an die Feuerwehrdienstleistenden sind die gleichen geblieben, da sich die „neue“ Eignungsuntersuchung an der G26.3 orientiert.
Ebenfalls neu ist, dass jetzt jeder Arzt, der die Anforderungen des KUVB erfüllt, die Untersuchung durchführen darf. Hierzu kann auf den Seiten des KUVB Informationsmaterial angefordert werden, damit die Feuerwehren wissen ob die Anforderungen erfüllt werden.


Das „grüne“ Formblatt der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung ist seit Dezember 2013 nicht mehr von Bedeutung und kann vom Arzt abgelenht werden.



Deswegen ist die Untersuchung in der Verwaltungsplattform so vorgegeben, dass diese als Ausdruck dem Geräteträger zum Arzt mitgegeben werden kann und im Anschluss abgeheftet wird.
Trotzdem muss die Untersuchung im FireManager.de „erledigt“ werden, um die korrekte Auswertung wieder zu erhalten.









Die Vorgehensweisen können wie folgt sein:

  • Die Untersuchung kann, sobald sie zu erledigen ist, ausgedruckt werden und dem jeweiligen Kameraden zum untersuchenden Arzt mitgegeben werden.
  • Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Formblatt per E-Mail an den Kameraden zu versenden,der dieses anschließend für den Arzt ausdruckt.
  • Wenn die Untersuchung erfolgt ist, müssen die Daten des Arztes in die Verwaltungsplattform eingetragen werden. Das ausgefüllte Formblatt des Arztes wird von allen Beteilligten unterschrieben und im Original abgeheftet.


Dabei sind bei der Eingabe der Daten in die Oberfläche des FireManager's einige Kleinigkeiten zu beachten:

  • Die Felder auf dem Ausdruck „geeignet“ und „nicht geeignet“, werden mit dem Feld „Bestanden“ dementsprechend ausgefüllt.
  • Sollte ein Kamerad nur „geeignet unter bestimmten Voraussetzungen“ die Zustimmung des Arztes erhalten haben, wird die Untersuchung als „Bestanden“ gewertet und die Voraussetzungen werden im Feld „Bemerkungen“ eingetragen.

Hier soll erklärt werden, warum welche Wartung angelegt wurde und wofür sie benötigt wird.

Mittlerweile muss jede Füllung einer Pressluftflasche dokumentiert werden.
Wird eine Pressluftflasche außerhalb einer Wartung mit einem Pressluftatmer gefüllt, ist diese Wartung erforderlich. Hier muss der Betreiber der Füllstation, den Grund der Befüllung (z.B. Übung) und seinen Namen angeben. Wird die Flasche in einer Atemschutzwerkstatt neu gefüllt und liegt über die Wartung ein Prüfprotokoll vor, ist es nicht erforderlich die Füllung der Flasche zu dokumentieren.
Hinweis:
Zum Erfassen einer Druckflasche ohne das die Flaschenfüllung ständig in der To-Do Liste erscheint, sondern bei Bedarf ausgewählt werden kann, da ja die Flaschenfüllung nicht regelmäßig ist.
1. Gerät ganz normal mit denn vorhandenen Daten wie Seriennummer etc. anlegen. Als Standard gibt es bereits eine Wartungsart „Füllung Pressluftflasche“, welche kein Intervall hat. Diese Wartung !!nicht!!auf die Flasche hinterlegen! Alternativ kann mann auch das Gerät aus der Geräteliste raussuchen.
2. Hinten rechts findest du einen Button„Quickwartung/Reparatur , hierdurch wird dir dann in einem Dropdown Menü die Flaschenfüllung vorgeschlagen.
3. Diese Auswählen und Speichern.
4.Jetzt wird die Wartung geöffnet diese ausfüllen und Absenden somit wird sie dann auch im Gerätestammblatt dokumentiert.


Um die Feuerwehr nach einer Übung einsatzbereit zu machen, geben die Fwdv7, sowie ein Schreiben des bayerischen Staatsministerium des Inneren einen bestimmten Ablauf und Voraussetzungen vor, die im nächsten Abschnitt folgen.

  • Es müssen gewartete und desinfizierte Lungenautomaten, sowie Reserveflaschen vorgehalten werden.
  • Der Tausch dieser Gerätschaften darf nur erfolgen, wenn der Pressluftatmer nicht bei einer „heißen“ Übung (z.B. Brandcontainer, etc) oder einem Einsatz eingesetzt wurde.
  • Die Wartung darf nur von einem Atemschutzgerätewart (Ausbildung an einer Feuerwehrschule oder Hersteller) oder einem erfahrenen Feuerwehrmann, welcher intensive Kenntnisse im Bereich Atemschutz hat, durchgeführt werden. Der Kommandant muss im Vorfeld diese erfahrenen Feuerwehrdienstleistenden bestimmen und dokumentieren.
  • Nach dem Wechsel des Lungenautomaten und der Flasche muss eine Einsatzkurzprüfung erfolgen. Diese wird als Checkliste in der Wartung bereits mit angezeigt.
  • Nach erfolgreicher Einsatzkurzprüfung ist das Gerät wieder einsatzbereit. Die Prüffristen der Atemschutzwerkstatt bleiben hier unberührt.
  • Die beatmeten Gerätschaften (Lungenautomat, Flasche und Maske) müssen dann in einer Atemschutzwerkstatt geprüft werden, um deren Einsatzbereitschaft wieder herzustellen.


Die monatliche Einsatzkurzprüfung für die Atemschutzgeräte ist laut Fwdv7 und vfdb-Richtlinie nicht erforderlich. Trotzdem empfiehlt es sich diese durchzuführen, wenn nicht sichergestellt werden kann, dass die Geräte benutzt wurden. Die Entscheidung, die Wartung durchzuführen, liegt bei den Verantwortlichen des Atemschutzes und den Kommandanten. Hierfür wurde eine Checkliste angelegt welche die wichtigsten Prüfungen beschreibt. Die Prüffristen der Atemschutzwerkstatt bleiben hier ebenfalls unberührt.


Bestimmte Geräte (z.B. Lungenautomaten und Druckminderer) müssen nach gewisser Zeit, welche meist 6 Jahre beträgt, ausgetauscht und durch einen Sachverständigen generalüberholt werden. Hier werden dann fast alle Bauteile ausgetauscht und überprüft. Die Wartung kann in einer Atemschutzwerkstatt erfolgen, in der die Gerätewarte die erforderlichen Lehrgänge der Hersteller haben oder direkt beim Hersteller. Dabei richten beide Stellen ihre Arbeit nach den Angaben in der Bedienungsanleitung.


Die Funktionsprüfung ist bei allen Geräten im Atemschutzbereich alle 6 Monate fällig, unabhängig, ob diese im Gebrauch waren oder nicht. Diese Wartung muss durch ein Prüfprotokoll dokumentiert werden. Wenn man am Standort ein Prüfgerät für Atemschutzgeräte ohne eingebaute, künstliche „Lunge“ hat, kann dies auch selbst durch einen ausgebildeten Atemschutzgerätewart erledigt werden. Hierfür sind für Normal-/ bzw. Überdruck je eine Wartung mit Checkliste angelegt, welche dann verwendet werden muss.


Diese Wartung ist für die im oberen bereits beschriebene Situation. Hier ist eine Checkliste mit allen abzuarbeitenden Punkten angelegt. Nach Übungen kann ebenfalls diese Wartung verwendet werden. Wurde das Gerät heiß beaufschlagt, ist eine künstliche Lunge erforderlich, welche das Gerät beatmet. Hierzu sind gesonderte Lehrgänge des jeweiligen Herstellers erforderlich, sowie weitere Dokumentationen.


Warum lege ich, welche Wartung an? Diese Frage steht immer am Anfang der Datenerfassung. Wir wollen in diesem Teil eine kleine Empfehlung geben, welche die Entscheidung erleichtert und Tipps zur Handhabung geben soll.


Im oben beschriebenen Teil sind einige Wartungen aufgeführt und erläutert. Welche Wartung angelegt wird, liegt in der Handhabung des Atemschutzgerätewartes am Standort. Es besteht die Möglichkeit, alle Wartungen, die die Atemschutzwerkstatt erledigen muss einzeln anzulegen. Hier am Beispiel einer Maske:

  • Wechsel der Ausatemventilscheibe - Atemschutzmaske
  • Wechsel der Sprechmembrane - Atemschutzmaske
  • Funktionsprüfung durch eine Atemschutzwerkstatt

Erforderlich ist dies jedoch nicht. Das Anlegen der Funktionsprüfung kann zudem auch ausreichend sein, wenn man dafür ein Prüfprotokoll der Werkstatt erhält. Wenn man dies möchte, hat man die komplette Übersicht der Wartungen, welche erledigt werden müssen und hat auch dokumentiert wenn Austauschteile früher eingebaut wurden.


Wenn man die Pressluftatmer immer in eine Atemschutzwerkstatt zu einem externen Dienstleister bringt, empfiehlt es sich eine Wartungsgruppe für das Gerät anzulegen. Hier werden dann der Lungenautomat und der Pressluftatmer eingefügt, auf die Wartungsgruppe dann die Wartung „Funktionsprüfung durch eine Atemschutzwerkstatt“ gebucht. Somit muss beim eintragen der Wartung nur eine Wartung erledigt und dies nicht bei beiden Geräten separat gemacht werden. Wird es gehandhabt wie im Bereich „Wartungen → Wiederherstellung der Ensatzbereitschaft durch Flaschen-/Lungenautomaten wechsel“, kann diese Vorgehensweise nicht angewandt werden.


Automatisiert Personen mit anstehender G.26 per E-Mail zu informieren.Hier der Link Neuen E-Mail Bericht anlegen


  • vorgehensweise_und_empfehlungen_zum_bereich_atemschutz.txt
  • Zuletzt geändert: 2020/08/29 15:18
  • von dieter.hasenkopf